BATTERIEFAHRWEISE
Sechs Fahrweisen. Ein System. Maximaler Ertrag.
Ein Batteriespeicher ist nur so wertvoll wie die Strategie, mit der er betrieben wird. Die Fahrweise entscheidet darüber, ob ein Speicher lediglich Strom zwischenlagert oder ob er aktiv Kosten senkt, Erlöse generiert und Netze stabilisiert. MySolar PV Deutschland und NGEN kombinieren sechs bewährte Fahrweisen zu einem integrierten Betriebskonzept. Gesteuert über die ESGP-Plattform, KI-optimiert durch SG Brain, vollautomatisch und rund um die Uhr.
Das Ergebnis: Ihr Speicher arbeitet nicht in einem einzigen Modus. Er nutzt mehrere Vermarktungswege gleichzeitig. Von der Lastspitzenkappung über den Regelenergiemarkt bis zum viertelstundengenauen Börsenhandel. So entsteht ein Ertragsportfolio, das deutlich über dem liegt, was eine einzelne Fahrweise leisten kann.
Ein Speicher allein verändert nichts. Die richtige Fahrweise verändert alles.

DIE SECHS FAHRWEISEN IM ÜBERBLICK
| Fahrweise | Was sie leistet | Typische Anwendung |
|---|---|---|
| Peak Shaving | Lastspitzen kappen, Netzentgelte senken | C&I, Kommunen, Netzbetreiber |
| Load Shifting | Verbrauch verlagern, günstiger einkaufen | C&I, Kommunen |
| Eigenverbrauch | Eigenstrom vorrangig nutzen, Autarkie erhöhen | C&I, Kommunen, Haushalte |
| Regelenergie | FCR, aFRR, mFRR — Leistungs- + Arbeitspreis | Utility Scale, C&I, Netzbetreiber |
| Dynamic Pricing | Intraday- & Day-Ahead-Handel, Arbitrage | Utility Scale, C&I |
| Co-Location | PV + Batterie: Flexbonus + Cross-Market-Index | Utility Scale, C&I |
Peak Shaving:
Lastspitzen kappen, Netzentgelte senken
Netzentgelte werden in Deutschland nicht nur nach dem Verbrauch berechnet, sondern vor allem nach der höchsten gemessenen Leistungsspitze innerhalb eines Abrechnungszeitraums. Eine einzige Spitzenlast von wenigen Minuten kann die Netzentgelte für ein ganzes Jahr in die Höhe treiben.
Peak Shaving löst dieses Problem: Der Batteriespeicher erkennt drohende Lastspitzen in Echtzeit und speist automatisch Energie ein, bevor die kritische Schwelle überschritten wird. Nach dem Spitzenereignis lädt der Speicher in lastschwachen Phasen wieder auf. So wird die gemessene Bezugsspitze dauerhaft auf ein kontrolliertes Niveau begrenzt.
WIRKUNG
- Reduzierung der Leistungsspitze am Netzanschlusspunkt
- Direkte Senkung der jährlichen Netzentgelte
- Vermeidung teurer Netzanschluss-Erweiterungen
- Ermöglicht Wachstum (z.B. Ladeinfrastruktur) ohne Netzausbau
TYPISCHER ANWENDUNGSFALL
Ein Logistikstandort mit begrenztem Netzanschluss installiert einen Batteriespeicher: Spitzenlasten durch Ladevorgänge werden gekappt, Netzentgelte sinken — und trotzdem können mehr Ladesäulen betrieben werden als der Netzanschluss allein zulassen würde. Kleiner Netzanschluss + PV + BESS = viele Charger.
Load Shifting:
Verbrauch verlagern, günstiger einkaufen
Strom ist nicht immer gleich viel wert. Die Preisdifferenz zwischen Hoch- und Niedrigpreisphasen kann innerhalb eines Tages über 50 Euro pro Megawattstunde betragen. Load Shifting macht diese Preisunterschiede nutzbar: Der Speicher lädt, wenn Strom günstig ist und entlädt, wenn die Preise steigen oder der eigene Verbrauch am höchsten ist.
Im Unterschied zum Peak Shaving geht es beim Load Shifting nicht primär um die Kappung von Leistungsspitzen, sondern um die zeitliche Verlagerung des gesamten Energiebezugs in wirtschaftlich optimale Fenster. Beide Fahrweisen lassen sich problemlos kombinieren.
WIRKUNG
- Senkung der Strombeschaffungskosten durch gezielten Einkauf in Niedrigpreisphasen
- Reduktion des Netzbezugs in Hochpreisphasen
- Kombinierbar mit Peak Shaving und Eigenverbrauchsoptimierung
- Vollautomatische Steuerung über ESGP auf Basis von KI-Preisprognosen
Eigenverbrauchsoptimierung:
Eigenstrom vorrangig nutzen
Wer eigene Erzeugungsanlagen betreibt - insbesondere Photovoltaik - kennt das Grundproblem: Die Erzeugungsspitze liegt mittags, der Verbrauch verteilt sich über den gesamten Tag. Ohne Speicher wird der Überschuss eingespeist, häufig zu niedrigen Vergütungssätzen. Der Speicher entkoppelt Erzeugung und Verbrauch zeitlich und erhöht so den Eigenverbrauchsanteil deutlich.
WIRKUNG
- Maximierung des Eigenverbrauchsanteils am selbst erzeugten Strom
- Höhere Autarkie und geringere Abhängigkeit vom öffentlichen Netz
- Reduktion der Strombezugskosten
- Grundlage für die Kombination mit weiteren Fahrweisen (Co-Location, Dynamic Pricing)
RELEVANZ FÜR KOMMUNEN UND STADTWERKE
Kommunale Versorger mit eigenen PV-Anlagen auf Gemeindegebäuden, Kläranlagen oder Parkhäusern profitieren unmittelbar: Jede lokal genutzte Kilowattstunde senkt die Beschaffungskosten und stärkt die lokale Wertschöpfung. Über die VPP-Aggregation lassen sich zudem dezentrale Haushaltsspeicher bündeln und börsenfähig machen.
Regelenergie:
FCR, aFRR, mFRR
Batteriespeicher sind schneller als jede konventionelle Energieanlage. Sie können innerhalb von Sekunden Leistung zu- oder abschalten. Eine Eigenschaft, die im Regelenergiemarkt bares Geld wert ist. Netzbetreiber brauchen ständig Reserven, um die Netzfrequenz bei 50 Hz zu halten. Wer diese Reserven bereitstellt, wird dafür vergütet - mit Leistungspreisen für die bloße Vorhaltung der Kapazität und Arbeitspreisen für den tatsächlichen Abruf.
DIE DREI PRODUKTTYPEN
- FCR (Frequency Containment Reserve / Primärregelleistung): Automatische Sofortreaktion bei Frequenzabweichungen. Symmetrisches Produkt (Laden und Entladen). Wöchentliche Ausschreibung an der PICASSO-Plattform.
- aFRR (automatic Frequency Restoration Reserve / Sekundärregelleistung): Automatische Wiederherstellung der Sollfrequenz. Tägliche Ausschreibung, 4-Stunden-Scheiben. Separate Märkte für positive und negative Regelleistung.
- mFRR (manual Frequency Restoration Reserve / Minutenreserve): Manuelle Abrufbarkeit innerhalb von 15 Minuten. Geringste Vorhaltekosten, aber auch geringerer Abruf. Geeignet als Ergänzungsprodukt.
WIRKUNG
- Leistungspreis: Vergütung allein für die Vorhaltung der Kapazität, unabhängig vom tatsächlichen Abruf
- Arbeitspreis: Zusätzliche Vergütung bei tatsächlicher Aktivierung
- Planbare Grundvergütung mit hoher Ertragskonstanz
- Kombinierbar mit Dynamic Pricing in nicht-präqualifizierten Zeitfenstern
VORAUSSETZUNGEN
Für die Teilnahme am Regelenergiemarkt ist eine Präqualifikation beim zuständigen Übertragungsnetzbetreiber erforderlich. MySolar PV Deutschland übernimmt diesen Prozess vollständig von der technischen Dokumentation bis zur Einbindung in die Ausschreibungsplattformen.
Dynamic Pricing:
Marktgetriebener Handel in Echtzeit
Der Börsenpreis für Strom ändert sich bis zu 96 Mal pro Tag. In jeder Viertelstunde. Die Preisdifferenzen können dabei über 50 Euro pro Megawattstunde betragen. Dynamic Pricing macht diese Schwankungen zum Geschäftsmodell: Der Speicher kauft Strom ein, wenn die Börsenpreise niedrig sind, und verkauft ihn, wenn sie steigen.
Die Steuerung erfolgt vollautomatisch über unsere ESGP-Plattform (Energy Smart Grid Platform) in Verbindung mit dem SG Trader. KI-gestützte Prognosen über SG Brain analysieren Wetterdaten, Marktdaten und historische Muster, um den optimalen Zeitpunkt für Lade- und Entladevorgänge zu bestimmen — viertelstundengenau, 24/7.
MARKTPLÄTZE
- Day-Ahead-Markt: Handel am Vortag auf Basis von Preisprognosen. Grundlage für die Einsatzplanung des Speichers.
- Intraday-Markt: Kontinuierlicher Handel am Liefertag. Reaktion auf kurzfristige Preisänderungen bis wenige Minuten vor der Lieferviertelstunde.
- Terminmarkt: Mittel- und langfristige Absicherung für planbare Erlöse und Risikominimierung.
WIRKUNG
- Zusätzliche Erlöse durch Ausnutzung von Preisspreads (Arbitrage)
- Vollautomatische Optimierung ohne manuellen Eingriff
- Kombinierbar mit Regelenergie für maximale Gesamterlöse
- Viertelstundengenauer Handel an allen relevanten europäischen Strombörsen
Co-Location:
PV + Batterie als kombiniertes Ertragsmodell
Die Kombination aus Photovoltaikanlage und Batteriespeicher am selben Standort eröffnet Vermarktungsmodelle, die keine der beiden Technologien allein leisten kann. Der Speicher ermöglicht es, die PV-Produktion zeitlich zu verschieben und genau dann einzuspeisen, wenn die Nachfrage und damit die Preise am höchsten sind.
ZWEI MODELLE
- Co-Location Grün: Der Speicher wird ausschließlich aus der PV-Anlage geladen. Dafür erhalten Sie einen individuell berechneten Flexbonus für jede produzierte MWh - mit bis zu zwei Jahren Erlössicherheit, unabhängig von der Strompreisentwicklung.
- Co-Location Grau: Der Speicher wird auch aus dem Netz geladen. Vermarktung sowohl an der Strombörse als auch in der Regelenergie. Indexbasierte Vergütung mit marktübergreifendem Cross-Market-Index für maximale Erlöse.
WIRKUNG
- Erlössicherheit durch Flexbonus (bis zu 2 Jahre)
- Marktübergreifende Optimierung durch Cross-Market-Index
- Höhere Gesamterlöse als PV oder Speicher allein
- Vollautomatisierte Steuerung über ESGP und SG Brain
Sprechen Sie uns an
Wir reden nicht über Zukunft – wir bauen sie.
Über 10.000 installierte Systeme auf der NGEN-Plattform. Neun Standorte in Europa.
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